Statuten

Statuten der Katholischen Männeraktion KMA

I. Name und Aufgabe

Art. 1: Die Katholische Männeraktion KMA (Action catholique des Hommes) ist eine Organisation von erwachsenen Katholiken, die sich zusammengeschlossen haben,

  1. um ihren Glauben zu vertiefen und lebendiger gestalten;
  2. um ihre Aufgabe die verschiedenen Lebensbereiche zu verchristlichen, durch ein gemeinsames Apostolat besser erfüllen zu können;
  3. um durch ein persönliches und gemeinsames soziales Engagement im Geiste Christi einen Beitrag zu leisten zu einer menschenwürdigen, freien und gerechten Gesellschaft.

Die katholische Männeraktion ist ein Verband der „Katholischen Aktion für Männer und Jungmänner“. (ACML - Action catholique masculine luxemburgeoise).

Art. 2: Die Katholische Männeraktion versteht sich als eine kirchliche Vereinigung, die dazu beitragen will, die Botschaft Christi zu verkündigen und sie ins Leben umzusetzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, fühlt sich die Katholische Männerbewegung zu einer intensiven Bildungsarbeit auf religiösem, sozialem und gesellschaftspolitischem Gebiet verpflichtet. In dieser Bildungsarbeit bevorzugt sie die Methode „Sehen-urteilen-handeln, * voir-juger-agir“.

Sie schafft sich dazu die nötigen Bildungsinstrumente.

Art. 3: Als kirchliche Vereinigung hält sich die Katholische Männeraktion in ihren Programmen an die Weisungen des kirchlichen Lehramtes.

Mit der kirchlichen Hierarchie arbeitet sie gemäß den Grundsätzen des II. Vatikanischen Konzils zusammen (dazu vor allem das Dekret über das Laienapostolat, insbesondere Nr 20).

Sie versteht sich als ein Teil der Diözesankirche und pflegt dementsprechend den Dialog und die Zusammenarbeit mit den übrigen kirchlichen Vereinigungen und mit den kirchlichen Gemeinschaften.

Als kirchliche Vereinigung hat sie ein Anrecht auf die Mitarbeit von Priestern und die Unterstützung durch die kirchlichen Gemeinschaften.

Art. 4: Auf diözesaner und auf internationaler Ebene arbeitet sie dementsprechend den gegebenen Möglichkeiten mit den kirchlichen Einrichtungen, Organisationen und Räten zusammen.

Desgleichen kann sie mit anderen außerkirchlichen Organisationen und Einrichtungen in gewissen Bereichen zusammenarbeiten, insofern dies den Zielsetzungen der Katholischen Männeraktion entspricht.

II. Mitgliedschaft

Art. 5: Einzelmitglied der KMA kann jeder ab vollendetem 18. Lebensjahr werden, insofern er die Statuten und das Grundsatzprogramm anerkennt sowie den Jahresbeitrag entrichtet.

Art. 6: Konstituierende Gruppen und Organisationen, die im Rahmen der KMA an der Verwirklichung der Zielsetzungen (cf. Art.1 und 2) und unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit mitarbeiten wollen, können auf Vorschlag des Nationalkomitees durch die Delegiertenversammlung als Gruppe oder als assoziierte Organisation in den Verband der KMA aufgenommen werden.

Die Art und Weise der Zusammenarbeit wird durch eine Übereinkunft zwischen den respektiven Vorständen geregelt.

Art. 7: Die KMA ist sowohl territorial als auch kategorial gegliedert.

Daneben gibt es noch eine vertikale Gliederung mit zwei Stufen:

a) die Basisgruppen (BG)
b) die Nationalteams (NT).

III. Gliederung

Art. 8: Die Basisgruppen sind entweder territorial oder kategorial gegliedert. Man unterscheidet:

a) Die wichtigsten Basisgruppen territorialer Gliederung sind die Basisgruppen (BS). Als Basissektion bezeichnet man jede Gruppe ohne speziellen Aufgabenbereich, deren Mitglieder beständig zusammenarbeiten: die Mitglieder BS können also aus einer oder mehreren Pfarreien oder Ortschaften stammen.

Die Zusammenarbeit von verschiedenen Basissektionen einer Gegend ist erstrebenswert. Basissektionen, die regelmäßig zusammenarbeiten, können sich zusammenschließen und bilden dann eine Regionalsektion (RS).

Alle Nationalteams mit spezifischen Aufgabenbereichen können ebenfalls Basisgruppen bilden, falls dies sich als notwendig erweist, z.B. Familiengruppen oder Arbeitsgruppen für bestimmte Themen.

Art. 9: Die Nationalteams (NT) sind Arbeitsgruppen, die neben den in Art. 1 und 2 angegebenen Zielsetzungen eine Spezialisierung auf einem bestimmten Gebiet bezw. einem bestimmten Milieu anstreben. Die Nationalteams schlagen allgemeine Richtlinien vor, nach denen in den von ihnen abhängigen Basisgruppen gearbeitet wird. Die Nationalteams haben für die Zusammenarbeit ihrer Gruppen zu sorgen und sind für die gemeinsame Tätigkeit verantwortlich. Arbeitsbereiche der Nationalteams:

a) NT-Sektionen: erarbeitet Vorschläge für die Organisation und die Arbeitsweise der Basis- und Regionalsektionen und koordiniert deren Zusammenarbeit.

b) NT-Familie: koordiniert die Zusammenarbeit der einzelnen Familiengruppen, organisiert Familienveranstaltungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene und studiert aktuelle Familienfragen.

c) NT-Sozialkreis: behandelt soziale Fragen aus der Sicht der katholischen Soziallehre, der Soziologie und der Sozialpsychologie.

d) NT-Erziehung und Kultur: bearbeitet Schul- und Erziehungsprobleme sowie kulturelle Fragen.

e) NT-Senioren: organisiert kulturelle Veranstaltungen.

f) NT-Jugend: bearbeitet Jugendprobleme.

g) NT-Internationale Verbindungen: ist für die Zusammenarbeit mit ausländischen Verbänden zuständig.

Andere Nationalteams können bei Bedarf durch das Nationalkomitee geschaffen werden.

Art. 9A: Vereinigungen ohne Gewinnzweck (association sans but lucratif - asbl), welche von Mitgliedern der KMA getragen werden, um von der KMA anerkannte Werke und Institutionen zu unterstützen und zu fördern, sind im Nationalkomitee der KMA vertreten und können zu diesem Zweck zwei Mitglieder zur Kooption vorschlagen.

IV. Leitungs- und Arbeitsgremien

Art. 10: Oberstes Beschlussorgan der KMA ist die Delegiertenversammlung (DV), die wenigstens einmal jährlich einberufen wird.

Die Delegiertenversammlung ist zuständig für:

  • die Festlegung, Auslegung und Abänderung der Statuten;
  • die Festlegung des Grundsatz- und Aktionsprogramms;
  • die Festlegung der Mitgliederbeiträge;
  • die Kontrolle der Tätigkeiten des Nationalbüros, des Nationalkomitees und sonstiger Organe des Nationalverbandes;
  • die Annahme des Budgets und der Konten;
  • die Wahl des Nationalpräsidenten und von 8 (acht) weiteren Mitgliedern des Nationalbüros;
  • die Bezeichnung von wenigstens 2 (zwei) Kassenrevisoren;
  • die Beschlussfassung über die gestellten Anträge sowie die Entscheidung in strittigen Angelegenheiten.

Art. 11: Die Delegiertenversammlung wird geleitet durch ein von der Versammlung zu bestimmendes Büro von mindestens 3 (drei) Mitgliedern. Dieses Büro erstellt den Bericht über den Verlauf der Delegiertenversammlung.

Art. 12: Die Delegiertenversammlung wird durch Beschluss des Nationalkomitees einberufen. Sie ist beschlussfähig unabhängig von der Zahl der anwesenden Delegierten.

Art. 13: Die Delegiertenversammlung fasst die Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Wahlen sind geheim durch schriftliche Stimmabgabe abzuhalten. Für wichtige Beschlüsse ist das Einverständnis des Erzbischofs erfordert.

Art. 14: Anträge zur Delegiertenversammlung können vom Nationalbüro, von einer Regionalsektion, einer Basissektion, einem Nationalteam, einer anerkannten Gruppe oder einer assoziierten Organisation gestellt werden.

In der Regel müssen Anträge zur Delegiertenversammlung eine Woche vorher schriftlich an das Nationalbüro eingereicht werden.

Art. 15: Teilnahmeberechtigt an der Delegiertenversammlung sind die Mitglieder der KMA. Stimmberechtigt sind:

a) die Mitglieder des Nationalkomitees,
b) je 3 (drei) Delegierte pro Regionalsektion,
c) je 3 (drei) Delegierte pro Nationalteam,
d) je 2 (zwei) Delegierte der Basisgruppen,
e) je 2 (zwei) Delegierte der assoziierten Organisationen,
f) andere vom Nationalkomitee eingeladene Delegierte.

Art. 16: Oberstes Leitungsorgan der KMA ist das Nationalkomitee (NK). Dem Nationalkomitee obliegt die Gesamtführung des Verbandes gemäß den Beschlüssen der Delegiertenversammlung, dem Grundsatzprogramm und den Aktionsprogrammen.

Art. 17: Dem Nationalkomitee gehören an:

a) die Mitglieder des Nationalbüros; diese üben in diesem Organ die gleichen Ämter aus wie im Nationalbüro;
b) je 1 (ein) Vertreter pro Sektion;
c) je 1 (ein) Vertreter pro Nationalteam;
d) je 1 (ein) Vertreter des assoziierten Organisationen.

Das Nationalbüro kann Aumôniers und Fachleute in das Nationalkomitee kooptieren; diese haben beratende Stimme.

Art. 17A: Ausscheidenden verdienstvollen Mitgliedern des Nationalbüros kann auf Vorschlag des Nationalkomitees von der Delegiertenversammlung der Ehrentitel ihrer Funktion auf Lebenszeit zuerkannt werden. Sie haben beratende Stimme im Nationalkomitee.

Art.18: Das Ausführungsorgan der KMA ist das Nationalbüro (NB). Dem Nationalbüro obliegen die organisatorischen und administrativen Maßnahmen zur Ausführung der Beschlüsse von Delegiertenversammlung und Nationalkomitee.

Art. 19: Das Nationalbüro setzt sich zusammen aus dem Nationalpräsidenten, dem Generalaumônier und acht weiteren Mitgliedern. Zur Lösung besonderer Probleme kann das Nationalbüro Spezialisten oder Delegierte der unter Art. 9 und 9a genannten Gruppierungen zu den Sitzungen einladen; diese Personen haben nur beratende Funktion.

Art. 20: Der Nationalpräsident wird mit absoluter Mehrheit von der Delegiertenversammlung für die Dauer von 4 (vier) Jahren gewählt. Der Generalaumônier wird vom Erzbischof ernannt. Die übrigen Mitglieder werden mit einfacher Mehrheit für die Dauer von 4 (vier) Jahren gewählt, aber in der Art und Weise, dass jedes zweite Jahr 4 (vier) Mitglieder erneuert werden. Fällt ein Mitglied des Nationalbüros aus, so kann das Nationalkomitee für die Dauer dessen Mandats ein Ersatzmitglied bezeichnen.

Die Wahl ist von der nächsten Delegiertenversammlung zu bestätigen.

Art. 21: Mit Ausnahme des Präsidenten und des Generalaumôniers bezeichnen die Mitglieder jährlich unter sich die Träger der übrigen Ämter, nämlich ein bis drei Vize-Präsidenten, einen Generalsekretär, einen beigeordneten Sekretär, einen Hauptkassierer und einen beigeordneten Kassierer.

Der (die) Vize-Präsident(en) müssen bereit sein, verschiedene organisatorische Aufgaben, die ihm (ihnen) im Einverständnis mit den übrigen Mitgliedern übertragen werden, zu übernehmen.

Die personale Zusammensetzung des Nationalbüros bedarf der Bestätigung durch den Erzbischof.

V. Sonstige Bestimmungen

Art. 22: Alle Verwaltungs- und Organisationsfragen, die nicht in diesen Statuten enthalten sind, werden durch Reglemente des Nationalkomitees oder durch Beschlüsse der Delegiertenversammlung geregelt.

Art. 23: Die Statuten der Katholischen Männeraktion treten in Kraft mit der Genehmigung durch den Erzbischof.

Zur Änderung der Statuten ist eine Zweidrittelmehrheit in der Delegiertenversammlung und die Zustimmung des Erzbischofs erfordert.


Die vorliegenden Statuten wurden von der statuarischen Delegiertenversammlung vom 12. September 1992 einstimmig angenommen.

Die laut Art.23 erforderliche Zustimmung des Erzbischofs zu den neuen Statuten wurde durch das Schreiben des Herrn Erzbischofs vom 9. Februar 1993 erteilt.

Hier der Wortlaut des Dekretes:

„Für die Zusendung der Neufassung der KMA-Statuten mit Ihrem Brief vom 29. 01. 1993 danke ich Ihnen. Andurch erteile ich Ihnen meine Genehmigung zum Inkrafttreten derselben.

+ Fernand Franck, Erzbischof von Luxemburg“